Zwei SchauspielerInnen stellen sich die schier unmögliche Aufgabe, rasant in alle (oder fast alle!) Rollen des vielschichtigen „Mahabharata" zu schlüpfen, des größten und berühmtesten Epos´ Indiens.

Es ist zum Lachen. Es ist zum Weinen. Sie sind im Jetzt. Und im Damals. Sie sind jung, sie sind alt. Im Palast. Und im Wald. Sie sind Mann. Sie sind Frau. Und manchmal weiß man‘s nicht genau ...

Immer tiefer werden die beiden ErzählerInnen des Stückes in die faszinierende Welt von „Mahabharata" hineingezogen, die sie verzweifelt zu ergründen suchen, um zu erkennen, dass die drängenden Fragen von damals, denen von heute gar nicht so unähnlich sind.

Unser Bühnenbild besteht aus zwei ungleich großen beweglichen und begehbaren Würfeln. Diese Würfel symbolisieren nicht nur das Spiel des Lebens und die zentrale Szene des Stückes (das Würfelspiel), sie sind auch äußerst vielseitig verwendbar und verwandelbar. Durch Positionsänderungen und verschiedene andere Funktionsmöglichkeiten wie Türen, Fenster, Läden etc. ändert sich die Szenerie immer wieder deutlich.
 
Unsere Kostüme spiegeln den Charakter der Inszenierung wieder: Ein nur sehr leicht indisch angehauchtes Grundkostüm, wird durch Schärpen und mit Hilfe weniger  Kleidungsstücke mannigfach verändert. Jede Figur ist dadurch sehr eindeutig charakterisiert, die Verwandlung erfolgt meist mittels eines einzigen Handgriffs oder einer kurzen Bewegung auf offener Bühne.

Die Erzähler der Geschichte in unserem Stück sind Ian und Margret, zwei Wissenschaftler, die mit Akribie und auch einer gewissen Portion komischer Verzweiflung, die komplexe Handlung von Mahabharata zu ergründen versuchen. Dabei verwenden sie eine Magnettafel, auf der sie den Stammbaum und die Verwandtschaftsverhältnisse und Verbindungen der handelnden Personen mittels Magnetfiguren mehr und mehr aufbauen, parallel zur Spielhandlung.